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Samstag, 22. Oktober 2011

Heute: Welttag des Stotterns


Wie jedes Jahr im Oktober ist heute der Internationale Tag der Aufmerksamkeit fürs Stottern, wie er im Englischen heißt: International Stuttering Awareness Day (ISAD). Ein Anlass zu geballter Öffentlichkeitsarbeit zum Thema, ob in Form von Pressemitteilungen oder Veranstaltungen von Selbsthilfeorganisationen und Fachverbänden. Oder von Einzelpersonen, wie zum Beispiel Judith Kuster. Die Logopädin und emeritierte Professorin für Logopädie organisiert seit 1998 die begleitende Online-Konferenz zum ISAD.

Dieses Jahr ist das Motto: Geschichten austauschen, Wahrnehmungen ändern.

Ein kurzer Blick in die deutschsprachige Presse zeigt großes Interesse an der Peripherie der Medienlandschaft: Es berichten Berliner Morgenpost, die Lippische Landeszeitung, das Oberbayrische Volksblatt, die Schwäbische Zeitung, der Kölner Stadtanzeiger, die Bochumer Zeitung und kleinere Blätter wie die Pharmazeutische Zeitung, Bonn.gesund und die Unternehmerische Praxis. Ausnahmen gibt es: Die Welt, der Spiegel.

Mittwoch, 4. November 2009

Tschechische Sprichwörter...

... sind manchmal etwas komisch, so wie dieses hier: Alles Schlechte hat sein Gutes.

Oder man sollte Sprichwörter einfach nicht besonders ernst nehmen.

Allerdings trifft es auf den Skandal in Luxemburg duchaus zu. Tom Weidig konnte einige Experten für eine Presseerklärung mobilisieren und nicht nur das, jetzt beschäftigt sich auch das luxemburgische Parlament mit der Frage des therapeutischen Angebots für stotternde Kinder und Erwachsene:

Partant, je souhaiterais poser les questions suivantes à Madame la Ministre de l’Education nationale et de la Formation professionnelle ainsi qu’à Monsieur le Ministre de la Santé et de la Sécurité sociale:

Combien d’enfants et d’adultes sont connus être concernés par cette infirmité au Luxembourg? A qui incombe la responsabilité pour leur traitement (enfants et adultes)? Quelle est la formation des responsables pour leur traitement? Combien d’adultes suivent un traitement à l’étranger? Ce traitement est-il remboursé par la Caisse Nationale de Santé?

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Ärger in Luxemburg

Tom Weidig im (deutschsprachigen!) Interview in der luxemburgischen Tageszeitung "Tageblatt" zum Internationalen Tag des Stotterns.

Wie er in seinem neuesten Post schreibt, ist die Freude über ein Stück mehr an Aufklärung leider getrübt: Georges Hermes, Leiter des einflussreichen Zentrums für Logopädie, verbreitet an gleicher Stelle längst überholte Annahmen über die Entstehung des Stotterns: Stottern sei psychisch bedingt und die meisten Stotterer könnten sogar nicht flüssig singen.

Rhythmisch eine Acht aufs Bein malen, das hatte mir zu Jugendzeiten auch mal eine Therapeutin empfohlen... Geholfen hat es wenig.

Samstag, 17. Oktober 2009

Exkurs

Aus einem anderen Kontext, aber durchaus übertragbar aufs weite Feld Stottern:

Wicked little town, aus dem Musical/Film "Hedwig and the angry inch".

22. Oktober: Tag des Stotterns



Englisch macht alles elegant: International Stuttering Awareness Day, im Deutschen: Internationaler Tag der Aufmerksamkeit fürs Stottern? Na, wenn es einen Tag der Arbeit, einen Frauentag, und andere solche Tage gibt, dann muss es auch einen Tag des Stotterns geben.

Mehr dazu auf der Site der International Stuttering Association.

Aktivitäten der tschechischen Selbsthilfe-Organisation Balbus o.s.: Am 21.10. findet ein informelles Treffen von Stotterern in Prag statt, am 22.10. in Brünn. In Brünn: Restaurant "Vytopna" um 18.30h.

Montag, 11. Mai 2009

Kiss In - Block In

In Berlin fand am vergangenen Wochenende ein Kiss-In vor einem homophoben Eisladen statt, siehe dazu den Bericht auf Spiegel Online.

Wie wäre es mit Block-Ins vor/in Geschäften, Fahrkartenschaltern, usw, wo Stotternde aufgrund ihres Stotterns diskriminierend behandelt wurden? Kurzfristig verabredet, bilden dutzende Stotternde eine Warteschlange und blocken ihre Kaufswünsche, blocken untereinander im Gespräch, weisen Passanten auf das Thema Stottern und die Behinderung durch intolerante Zeitgenossen hin...

Freitag, 1. Mai 2009

Und was machen die Briten?

Die britische Selbsthilfe-Organisation BSA lädt zu ihrer diesjährigen Konferenz nach London, wie immer im September. Es ist auch möglich, sich in Form eines Workshops oder eines Vortrags einzubringen. Der Anmeldeschluss für Vorschläge war zwar schon gestern, aber häufig geht doch noch was.

Information und Anmeldung hier.

Wolke 9

In der AKTION MENSCH-Kuratoriumssitzung vom 09.10.08 wurde das vom Landesverband Stotterer-Selbsthilfe NRW e.V. beantragte Lehrfilmprojekt „Stottern im Alter“ positiv bewilligt. Innerhalb eines Jahres wird in Kooperation mit der Initiative „Aktion Morgentau“ sowie Therapeuten und Fachleuten ein Film entstehen, der das Thema Stottern im Alter näher beleuchtet. Für alle Menschen, die mit jungen wie alten Senioren beruflich oder privat zu tun haben, klärt dieser Film über Stottern auf und zeigt Umgangs- und Verhaltensweisen in der Begegnung mit stotternden Menschen. Das Projekt wird mit ca. 32.000 € finanziell gefördert.


Zitat und Kontakt hier.

Ob Andreas Dresen hier auch mitmacht? Hat die Generation 66plus nicht nur das bessere Liebesleben, sondern auch den gelasseneren Sprachfehler?

Viele ältere Stotternde sagen, dass das Stottern im Lauf der Jahre an Bedeutung verliert. Die beste Therapie also: das Älterwerden?

Reach Out - Olomouc

Reach Out: So nennt sich eine Initiative der International Stuttering Association. Ausstrecken will sich der Dachverband damit nach Stotterern, die in Ländern ohne eigene oder ohne sonderlich aktive Selbsthilfe-Organisation leben. Tschechien und die Slowakei gehören dazu. In Tschechien existiert seit 1998 der Verein Balbus o.s., der allerdings eher informell agiert und bis heute von wenigen Personen getragen wird.

Vergangenes Wochenende fand auf Initiative zweier langjähriger Aktiver ein Workshop in Olomouc statt: Eine Schauspielerin, die Stimm- und Sprechunterricht anbietet, stellte ihre Methoden vor. Dadurch, dass auch Frau Alena Peutelschmiedova, Dozentin für Logopädie an der Pädagogischen Fakultät Olomouc und Gründerin der Balbus o.s., an der Veranstaltung teilnahm, konnten einige fälschliche Darstellungen korrigiert werden. Insbesondere irritierte die Ansicht der Workshop-Leiterin, Stottern könne mit einer verbesserten Atmung begegnet werden. Del Ferro auf tschechisch?

In Deutschland ist die Del Ferro-Methode umstritten, in Tschechien als solche noch gar nicht bekannt, jedoch die zugrundeliegende Annahme einer falschen Atmung immer noch weit verbreitet. Nicht nur von wohlmeinenden Bekannten müssen sich Stotternde immer wieder den Rat anhören: Atme ruhig! Die meisten tschechischen Logopäden setzen bei der Atmung an, auch wenn etwa ein stotternder Musiker Hilfe sucht, der Fagott spielt und somit längst "richtig" atmet...