Samstag, 6. Juni 2009

Forschung und Therapie

Bildgebende Verfahren ermöglichen es inzwischen, die beim Sprechen beteiligten Prozesse im Gehirn präziser zu beschreiben. Jetzt wissen wir: Beim Stottern sind andere Regionen im Gehirn aktiviert als beim flüssigen Sprechen.

Was genau ändert sich damit? Man kann hoffen, dass mit dieser Erkenntnis die vermeintlich guten Ratschläge a la "Atme ruhig! Entspann Dich" und die entsprechenden Therapien ein für allemal ein Ende haben.

Wir wissen allerdings nichts über die Ursachen dieses Befunds. Und was ändert sich für den Alltag der Stotternden?

Vorher: Ein Stotterer stottert in bestimmten Situationen, in anderen spricht er symptomfrei. Um eine größtmögliche Symptomfreiheit zu erreichen, muss er eine logopädische Therapie durchlaufen. Oder sein Ziel ist es, sein Stottern anzunehmen - also an den Symptomen selbst nichts zu ändern, sondern seinen Umgang damit. Dafür reicht eine Psychotherapie.

Nachher: Ein Stotterer stottert in bestimmten Situationen, in anderen spricht er symptomfrei. Um eine größtmögliche Symptomfreiheit zu erreichen, muss er eine logopädische Therapie durchlaufen. Oder sein Ziel ist es, sein Stottern anzunehmen - also an den Symptomen selbst nichts zu ändern, sondern seinen Umgang damit. Dafür reicht eine Psychotherapie.

Kommentare:

  1. Die Ursachen für ein änderung im Gehirn beim stotteren sind tiefgehend erforscht durch Per Alm in seinen "On the causal mechanisms of stuttering (Alm, 2005)" und "Stuttering and the basal ganglia". Es geht über einen "schift" vom medial nach lateral system im gehirn, das konditions abhängig ist.
    Downloadable in 4 teile --> http://www.lu.se/o.o.i.s?id=12588&postid=544324
    und
    http://www.stutteringhelp.org/Default.aspx?tabid=463

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